Podiumsdiskussion am 31.08.2018: Thema Waffenexporte

Die Friedensbewegung lebt. Das zeigt die Demo Ostermarsch am 31. März 2018 in Berlin, die Kampagne gegen Rüstungsexporte in Kriegsgebiete. Das zeigen die zahlreichen vor Ort aktiven Friedensinitiativen, die Ostermärsche und bundesweite Ratschläge. Sie drückt dabei den Friedenswillen größerer Teile der Bevölkerung aus.

Thema: Waffenexport

Als Großwaffenexporteur wechseln sich Deutschland, Frankreich, Großbritannien und China auf den Plätzen 3 bis 6 hinter den USA und Russland immer wieder ab. Mit fast 30 Prozent landete der Großteil der deutschen Rüstungsgüter in Krisenregionen des Nahen Ostens und Nordafrikas. In der öffentlichen Debatte tauchen Fälle wie Panzerexporte nach Saudi-Arabien. Ein Land, dessen Führung mit unerbittlicher Härte gegen Kritiker vorgeht. Das in den Kriegen in Syrien und im Jemen mitmischt und Massenproteste in Bahrain niederschlug. Ein Land, in dem Folter an der Tagesordnung ist, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten sind. Vor diesem Hintergrund stellt das Projekt die Frage, inwieweit sich Deutschland mitschuldig an blutigen Auseinandersetzungen macht.
In unserer Podiumsdiskussion wird es kontrovers über Waffenexport der Bundesregierung diskutiert werden und Denkanstöße liefern. Welche Waffen werden wohin exportiert? Wer entscheidet das? Was kann man dagegen tun?

Auch die Zuschauer werden die Gelegenheit haben den Kandidaten Fragen zu stellen. Wir freuen uns auf eine spannende und kontroverse Diskussion und laden alle Interessierte dazu herzlich ein.

Programm: 
16.45 Uhr Empfang und kleiner Imbiss
17.00 Uhr Begrüßung (moveGLOBAL e.V.), Einführung 
17.15 Uhr Inputs / Vorträge / Diskussionsrunde
Diskutanten: 
-Herr Dr. Mathias John, Sprecher des Arbeitskreises „Wirtschaft, Rüstung und Menschenrechte“ bei Amnesty International Deutschland e.V.
-Herr Otfried Nassauer, Leiter des BITS (Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit)
19.00 Uhr Auswertung / Fragebogen / Ende

Unser Gastrednern:
Dr. Mathias John – arbeitet nach längerer Forschungstätigkeit seit Ende der 1990er Jahre in leitender Position in der akademischen Verwaltung der medizinischen Fakultät in Berlin. Er arbeitet seit 1980 ehrenamtlich bei Amnesty International, vor allem zu menschenrechtlicher Verantwortung von Unternehmen und zu Rüstungstransferkontrollen. Dabei war er maßgeblich an den globalen Amnesty-Kampagnen für einen internationalen Waffenhandelsvertrag beteiligt und hat als ehrenamtlicher Rüstungsexperte an zahlreichen Untersuchungen und Berichten mitgearbeitet.

Otfried Nassauer – leitet seit 1991 das Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS). Er befasst sich insbesondere mit sicherheitspolitischen Entwicklungen, der Rüstungskontrolle, unter anderem von Atomwaffen und Landminen und deutschen Rüstungsexporten. In den 1980er und 1990er Jahren arbeitete er als Parteiloser in der Fachgruppe „Frieden und Internationales“ der Grünen sowie in der Bundarbeitsgemeinschaft „Frieden“ der Grünen mit. Er veröffentlicht unter anderem in der Tageszeitung, dem Neuen Deutschland, dem Spiegel, dem Friedensforum, der Jungen Welt, The European…

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